Zahnmedizin (Ein-Fach-Studium, nichtmodularisiert)

Stand vom: 16.09.2019

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Staatsexamen
Charakteristik Ein-Fach-Studium, nichtmodularisiert
Umfang keine LP
Regelstudienzeit 11 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsbeschränkt (Hochschulstart-NC)
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Medizinische Fakultät

Charakteristik und Ziele

Ziel der zahnärztlichen Ausbildung ist der Zahnarzt und die Zahnärztin, die wissenschaftlich und praktisch in der Zahnmedizin ausgebildet und zur eigenverantwortlichen und selbstständigen Ausübung der Zahnheilkunde, zur Weiterbildung und zu ständiger Fortbildung befähigt sind. Die Ausbildung soll grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern vermitteln, die für die zahnmedizinische Versorgung der Bevölkerung erforderlich sind.

Die zahnärztliche Ausbildung wird auf wissenschaftlicher Grundlage unter Berücksichtigung der Grundsätze einer evidenzbasierten Bewertung medizinischer und zahnmedizinischer Verfahren durchgeführt. Die praktische Ausbildung soll auch Gesichtspunkte zahnärztlicher Gesprächsführung sowie zahnärztlicher Qualitätssicherung beinhalten und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Zahnärzten und Zahnärztinnen und Ärzten und Ärztinnen sowie Angehörigen anderer Berufe des Gesundheitswesens fördern.

Darum Halle!

Die Wurzeln der Medizinischen Fakultät reichen bis in die 1502 in Wittenberg gegründete Universität, die „Leucorea“, zurück. Durch das Wirken von Valerius Cordus (1515-1544) und Johannes Jessenius (1566-1621) gehörte die Wittenberger Universität auf den Gebieten der Pathologie und Anatomie zu den führenden Lehranstalten.

Auch die Medizinische Fakultät der Universität Halle konnte bereits in der Gründungsphase mit Georg Ernst Stahl (1659-1734) und Friedrich Hoffmann (1660-1742) auf zwei Persönlichkeiten von europäischem Ruf verweisen. Deren Ansehen machte ein Medizinstudium in Halle bald so attraktiv, dass die junge Fakultät über höchste Absolventenquoten im deutschen Raum verfügte.

Dorothea Erxleben promovierte hier 1754 als erste Frau an einer deutschen Universität zum Doktor der Medizin.

Johann Juncker (1679-1759) bezog das 1706 in den Franckeschen Stiftungen errichtete Schülerkrankenhaus in die Studentenausbildung ein. Die dort praktizierte Ausbildung der Medizinstudenten war zu dieser Zeit für Deutschland einmalig.

Im Jahre 1878 begann man nordöstlich der Altstadt (heute Magdeburger Straße) mit der Errichtung eines nach damals modernsten Gesichtspunkten konzipierten Klinikums, das auch heute noch genutzt wird. Im Jahre 1971 wurde mit dem Bau eines weiteren Klinikums in Halle-Kröllwitz begonnen.

Die Medizinische Fakultät basiert im klinischen Bereich auf Zentren, die wiederum in Kliniken/Institute und Abteilungen unterteilt werden.

In den Studiengängen der Medizinischen Fakultät, Medizin, Zahnmedizin, Gesundheits- und Pflegewissenschaft B.Sc./ M.Sc sind derzeit ca. 2000 Studenten eingeschrieben.

Seit 2001 wird zudem der Aufbaustudiengang „Master of Biomedical Engineering“ gemeinsam mit der HS Anhalt angeboten.

Struktur des Studiums

Studienaufbau und -inhalt sind geregelt in der Approbationsordnung für Zahnärzte vom 26.01.1955 (BGBl. I S. 37), in der Fassung der Vierten Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Zahnärzte vom 10.11.1999 (BGBl. I S. 2162).

Das Studium gliedert sich in einen vorklinischen (5 Semester)
und einen klinischen Abschnitt (5 Semester). Den Abschluss
des klinischen Abschnitts (nach 10 Semestern) bildet die
Zahnärztliche Prüfung.

Willkommen an der Uni Halle

Studieninhalt

Erster Studienabschnitt: Vorklinisches Studium (1. bis 5. Semester)

Im vorklinischen Studium sind folgende Lehrveranstaltungen zu belegen:

Vorlesungen:

  • Zoologie oder Biologie (ein Semester)
  • Physik (zwei Semester)
  • Chemie (zwei Semester)
  • Entwicklungsgeschichte (ein Semester)
  • Histologie (ein Semester)
  • Physiologische Chemie (zwei Semester)
  • Physiologie (zwei Semester)
  • Werkstoffkunde (zwei Semester)
  • Anatomie (drei Semester)
  • Medizinische Terminologie (entsprechend gilt der Leistungsnachweis in Latein auf dem Reifezeugnis od. der Nachweis über das „Kleine Latinum")

Praktische Übungen (jeweils ein Semester):

  • Physikalisches Praktikum
  • Chemisches Praktikum
  • Kursus der technischen Propädeutik
  • Phantomkurs der Zahnersatzkunde I
  • Phantomkurs der Zahnersatzkunde II
  • anatomische Präparierübungen
  • mikroskopisch-anatomischer Kursus
  • physiologisches Praktikum
  • physiologisch-chemisches Praktikum

Die Naturwissenschaftliche Vorprüfung (nach zwei Semestern) soll in der Regel an drei aufeinander folgenden Tagen stattfinden. Die Prüfung umfasst folgende Fächer:

  • Physik
  • Chemie
  • Zoologie oder Biologie

Die Zahnärztliche Vorprüfung (nach mind. fünf Semestern) soll an 10 aufeinander folgenden Tagen abgelegt werden und umfasst folgende Fächer:

  • Anatomie (ein Tag)
  • Physiologie (ein Tag)
  • Physiologische Chemie (ein Tag)
  • Zahnersatzkunde (7 Tage)

Zweiter Studienabschnitt: Klinisches Studium (6. bis 10. Semester)

Das Klinische Studium kann nach vollständig bestandener zahnärztlicher Vorprüfung aufgenommen werden und endet nach mindestens fünf Semestern mit der zahnärztlichen Prüfung.

Folgende Lehrveranstaltungen sind zu belegen, deren erfolgreiche Teilnahme bis zur Meldung zur zahnärztlichen Prüfung nachzuweisen ist:

Je eine Vorlesung über

  • Einführung in die Zahnheilkunde
  • Allgemeine Pathologie
  • Spezielle Pathologie
  • Allgemeine Chirurgie
  • Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten
  • Hygiene einschließlich Gesundheitsfürsorge
  • Medizinische Mikrobiologie mit praktischen Übungen
  • Einführung in die Kierferorthopädie
  • Berufskunde und Geschichte der Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Zahnheilkunde

Je zwei Vorlesungen über

  • Pharmakologie (einschließlich Rezeptierkurs)
  • Innere Medizin
  • Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten
  • Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie
  • Zahnerhaltungskunde
  • Zahnersatzkunde
  • Kieferorthopädie

Kurse über je ein Semester:

  • pathohistologischer Kursus
  • Kursus der klinisch-chemischen u. -physikalischen Untersuchungsmethoden
  • radiologischer Kursus mit besonderer Berücksichtigung des Strahlenschutzes
  • Phantomkurs der Zahnerhaltungskunde
  • Kursus der kieferorthopädischen Technik

Kurse über je zwei Semester:

  • Operationskursus
  • Kursus der kieferorthopädischen Behandlung

Besuch von Kursen, Kliniken und Polikliniken:

  • Besuch der Klinik u. Poliklinik für Zahn-, Mund-
    und Kieferkrankheiten als Auskultant (ein Semester)
  • Besuch der chirurgischen Poliklinik als Auskultant (ein Semester)
  • Besuch der Hautklinik als Praktikant (ein Semester)
  • Besuch des Kurses und der Poliklinik für
    Zahnerhaltungskunde als Praktikant (zwei Semester)
  • Besuch des Kurses und der Poliklinik für Zahnersatzkunde als Praktikant (zwei Semester)
  • Besuch der Klinik und der Poliklinik der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten als Praktikant (drei Semester)

Die Zahnärztliche Prüfung/Abschlussprüfung (nach mindestens 10 Semestern) umfasst folgende Abschnitte:

  • Allgemeine Pathologie u. Pathologische Anatomie (ein Tag)
  • Pharmakologie (ein Tag)
  • Hygiene, med. Mikrobiologie u. Gesundheitsfürsorge (ein Tag)
  • Innere Medizin (ein Tag)
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten (ein Tag)
  • Hals-, Nasen- u. Ohrenkrankheiten (ein Tag)
  • Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten (zwei Tage)
  • Chirurgie (drei Teile an insgesamt sieben Tagen)
  • Zahnerhaltungskunde (fünf Tage)
  • Zahnersatzkunde (zehn Tage)
  • Kieferorthopädie (vier Tage)

Studienabschluss

Zahnärztliche Prüfung (Staatsexamen)

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

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Bewerbung/Einschreibung

Der Studiengang Zahnmedizin ist bundesweit zulassungsbeschränkt. Die Bewerbung für das erste Fachsemester erfolgt zentral über die Vergabestelle „Hochschulstart“ (www.hochschulstart.de), sofern Sie

  • eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung (HZB) besitzen oder
  • eine ausländische HZB besitzen und Staatsangehörige*r eines EU-Mitgliedsstaats oder von Island, Liechtenstein oder Norwegen sind.

Bewerbungsfristen zum jeweiligen Wintersemester:

  • 15.7., wenn Sie Ihr Abiturzeugnis nach dem 15.1. dieses Bewerbungsjahres erhalten haben („Neuabiturienten“)
  • 31.5., wenn Sie Ihr Abiturzeugnis vor dem 16.1. dieses Bewerbungsjahres erhalten haben („Altabiturienten“)

Bewerber*innen mit ausländischer HZB, die nicht zur oben genannten Gruppe gehören, bewerben sich bitte bis zum 30.6. über www.uni-assist.de.

Auswahlverfahren (AdH) der MLU

Um in das AdH der MLU zu kommen, muss man bei der Wahl der Studienorte die MLU an erster, zweiter oder dritter Stelle der Ortspräferenz nennen. Alle Bewerber im AdH der MLU werden in eine Rangfolge gebracht. Diese ergibt sich durch die Abiturdurchschnittsnote und ggf. die Berücksichtigung weiterer Kriterien, die unten erläutert werden.

Test für Medizinische Studiengänge (TMS)

Durch die Teilnahme am TMS kann man seine Zulassungschance verbessern. Sofern das vorgelegte TMS-Ergebnis besser als die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung ist, wird eine neue Durchschnittsnote gebildet, in die zu 51 % die Abiturdurchschnittsnote und zu 49 % das TMS-Ergebnis einfließt. Das Berechnungsergebnis wird nicht gerundet. Die Teilnahme am TMS ist freiwillig und kostenpflichtig. Eine Verschlechterung der Abiturdurchschnittsnote ist ausgeschlossen. Weitere Informationen und Anmeldung: www.tms-info.org

Abgeschlossene Berufsausbildung

Wird eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem der Ausbildungsberufe als Zahnmedizinische/r Prophylaxehelfer/in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Zahnmedizinische/r Fachassistent/in, Zahnmedizinische/r Prophylaxeassistent/in oder Zahntechniker/in vorgelegt, so verbessert sich die Abiturdurchschnittsnote einmalig um 0,2.

Informieren Sie sich über aktuelle Festlegungen zur Bewerbung und zum Auswahlverfahren bitte jeweils ab April des Jahres an dieser Stelle und unter www.hochschulstart.de.

Neuregelung des Auswahlverfahrens ab 2020

Das zentrale Auswahlverfahren für Zahnmedizin wird sich ab Sommersemester 2020 signifikant ändern. Da die MLU nur zum Wintersemester immatrikuliert, betrifft die Änderung erst den Bewerbungszeitraum im Wintersemester 2020/2021. Die Einzelheiten der Vergabe der Studienplätze der MLU sind noch nicht geregelt.

Was bleibt? Was ändert sich?

  1. Die Vergabe der Studienplätze erfolgt weiterhin in drei Quoten.
  2. Die Abiturbestenquote wird von 20 % auf 30 % erhöht.
  3. An die Stelle der bisherigen Wartezeitquote tritt die Zusätzliche Eignungsquote (10 % der Plätze). In dieser Quote spielt die Abiturdurchschnittsnote keine Rolle. Es werden z.B. Berufsabschlüsse, Praktika, die Teilnahme am Medizinertest (TMS) und, während einer Übergangszeit bis 2021, noch die Wartezeit berücksichtigt.
  4. 60 % der Studienplätze werden weiterhin im AdH vergeben.
  5. Außerdem sollen die Abiturdurchschnitte der 16 Bundesländer durch ein Prozentrangverfahren vergleichbar gemacht werden.

Inhaltlich verwandte Studiengänge

Die Martin-Luther-Universität bietet noch weitere Studiengänge mit ähnlichem Inhalt an. Vielleicht finden Sie auch eines der folgenden Studienangebote interessant.

Fachstudienberatung

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zu Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Susanna Henschke

Studiendekanat der Medizinischen Fakultät

Magdeburger Straße 8
06112 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-74458

apl. Prof. med. dent. Stefan Reichert

Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie

Große Steinstraße 19
06108 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-73772

Keine Angst vor dem NC

Fotos der Fakultät

Fotos der Fakultät

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Montag bis Freitag von 13 bis 20 Uhr
unter den Telefonnummern

0345 55-21550 oder 0345 55-21551

oder per E-Mail: studyphone@uni-halle.de

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