Pharmazie (Ein-Fach-Studium, nichtmodularisiert)

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Staatsexamen
Umfang keine LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsbeschränkt (Hochschulstart-NC)
NC-Grenzwert (Hauptverfahren) 2.2
Grenzwert Wartesemester 3
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Naturwissenschaftliche Fakultät I – Biowissenschaften
Institut Institut für Pharmazie

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Charakteristik und Ziele

Der Studiengang dient der Ausbildung von Apothekern für die weiter unten genannten Tätigkeitsfelder. Das Pharmaziestudium ist naturwissenschaftlich orientiert und vermittelt pharmazeutisches Fachwissen auf der Grundlage der Approbationsordnung (AAppO).

Es gewährleistet den Erwerb angemessener Kenntnisse

  • der Arzneimittel und der zu deren Herstellung verwendeten Stoffe,
  • der pharmazeutischen Technologie,
  • der physikalischen, chemischen, biologischen und mikrobiologischen Prüfung von Arzneimitteln,
  • der Wirkung von Arzneimitteln und Giftstoffen sowie deren Anwendung,
  • der zur Beurteilung der Arzneimittel notwendigen wissenschaftlichen Informationen,
  • der rechtlichen und sonstigen zur Ausübung der pharmazeutischen Tätigkeiten notwendigen Kenntnisse.

Das Institut für Pharmazie

Das erste Pharmazeutische Institut in Halle, damals zur Philosophischen Fakultät gehörig, wurde im Mai 1829 von Franz Wilhelm Schweigger Seidel gegründet.
1853 wurde das Universitätsstudium für Apotheker (Pharmazeuten) obligatorisch. Zwischen 1863 und 1937 erfolgte die Ausbildung der Pharmazeuten am Chemischen Institut und ab 1931 auch an einem selbständigen Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie. Nach einer Ausbildungsunterbrechung wurde 1946 an der Martin-Luther-Universität das Studium am Pharmazeutischen Institut wieder aufgenommen, es entstand 1968 die Sektion Pharmazie, 1990 der Fachbereich Pharmazie und seit 2007 das Institut für Pharmazie, an dem sich zurzeit jährlich ca. 185 Studenten einschreiben.

Berufsperspektiven

Öffentliche Apotheke

  • Optimale Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln
  • Überwachung der gesetzlichen Bestimmungen
  • Reibungsloser Ablauf des Apothekenbetriebes

Krankenhausapotheke

  • Arzneimittelsicherheit des Krankenhauses
  • Information/ Dokumentation von Arzneimittelfragen
  • Kostenmanagement Arzneimittel
  • Entwicklung von Herstellungsvorschriften für besondere Arzneimittelprobleme

Pharma-Industrie

  • Spezialist für Arzneimittelentwicklung, -herstellung oder
  • prüfung (häufige Voraussetzung ist eine Promotion)

Prüfinstitutionen

  • Sicherung von Qualitätsstandards der Arzneimittelversorgung
  • Untersuchung der Beschaffenheit, Qualität, Bioverfügbarkeit und Kennzeichnung von Arzneimitteln

Verwaltung und Pressetätigkeit

  • Verwaltungsarbeiten im Gesundheits- oder Apothekenwesen
  • Mitarbeit bei Gesetzgebung und -vollzug
  • Mitarbeit in Prüfungsämtern und bei gesetzlichen Versicherungsträgern
  • Mitarbeit in naturwissenschaftlichen/ medizinischen Verlagen

Sanitätswesen der Bundeswehr: Sanitätsoffizier für wehrpharmazeutische Belange

  • Wissenschaftliche und praktische Pharmazie sowie Lebens-mittelchemie
  • Sanitätsmaterialwirtschaft

Hochschulen

  • in der Grundlagenforschung oder angewandten Forschung
  • Ausbildung von Studenten
  • Erwerb von akademischen Graden

PTA-Lehranstalten und Berufsschulen:

Lehrkraft nach Erwerb der Lehrbefähigung

Umweltschutzbereich

  • Pharma-Industrie
  • Umweltschutzbehörden von Bund, Ländern u. Gemeinden
  • Toxikologische Prüfungsstellen und Auskunftsdienste

Struktur des Studiums

Die pharmazeutische Ausbildung umfasst

  • das Universitätsstudium von 8 Semestern (Regelstudienzeit) in zwei Ausbildungsabschnitten,
  • eine Famulatur von 8 Wochen (davon mindestens 4 Wochen in einer öffentlichen Apotheke),
  • eine praktische Ausbildung von 12 Monaten (davon mindestens 6 Monate in einer öffentlichen Apotheke),
  • die Pharmazeutische Prüfung, die in drei Prüfungsabschnitten abzulegen ist.

Studieninhalt

Die Universitätsausbildung soll den Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen und der Veränderungen in der Berufswelt die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermitteln, dass sie zu wissenschaftlicher Arbeit, zur kritischen Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zur verantwortlichen Ausübung des Apothekerberufs befähigt werden.
Das Studium umfasst eine Ausbildung zu den unten angeführten Stoffgebieten und einem Wahlpflichtfach, die in Form von Vorlesungen, Seminaren und praktischen Lehrveranstaltungen vermittelt werden.

Der erste Ausbildungsabschnitt (1. - 4. Semester)

Stoffgebiet A: Allgemeine Chemie der Arzneistoffe, Hilfsstoffe und Schadstoffe

  • Chemie für Pharmazeuten
  • Stereochemie
  • Chemische Nomenklatur
  • Allgemeine und analytische Chemie der anorganischen Arznei- Hilfs- und Schadstoffe
  • Chemie einschließlich der Analytik der organischen Arznei-, Hilfs- und Schadstoffe
  • Toxikologie der Hilfs- und Schadstoffe

Stoffgebiet B: Pharmazeutische Analytik

  • Pharmazeutische/Medizinische Chemie
  • Quantitative Bestimmung von Arznei-, Hilfs- und Schadstoffen
  • Instrumentelle Analytik

Stoffgebiet C: Wissenschaftliche Grundlagen, Mathematik und Arzneiformenlehre

  • Physik für Pharmazeuten und physikalische Übungen
  • Grundlagen der Physikalischen Chemie und physikalisch chemische Übungen
  • Mathematische und statistische Methoden für Pharmazeuten
  • Arzneiformenlehre
  • Pharmazeutische und medizinische Terminologie
  • Geschichte der Naturwissenschaften unter besonderer Berücksichtigung der Pharmazie

Stoffgebiet D: Grundlagen der Biologie und Humanbiologie

  • Allgem. Biologie für Pharmazeuten und Grundlagen der Biochemie
  • Systematische Einteilung und Physiologie der pathogenen und arzneistoffproduzierenden Organismen
  • Pharmazeutische Biologie I und II (Untersuchungen arzneistoffproduzierender Organismen und pflanzlicher Drogen)
  • Arzneipflanzen Exkursionen, Bestimmungsübungen
  • Mikrobiologie
  • Zytologische und histologische Grundlagen der Biologie
  • Grundlagen der Anatomie und Physiologie
  • Grundlagen der Ernährungslehre

Der zweite Ausbildungsabschnitt (5. - 8. Semester)

Stoffgebiet E: Biochemie und Pathobiochemie

  • Biochemie und Molekularbiologie
  • Grundlagen der Klinischen Chemie und der Pathobiochemie- Biochemische Untersuchungsmethoden einschließlich Klinischer Chemie
  • Pathophysiologie/ Pathobiochemie

Stoffgebiet F: Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie

  • Pharmazeutische Technologie einschließlich Medizinprodukten
  • Qualitätssicherung bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln
  • Biopharmazie einschließlich arzneiformenbezogener Pharmakokinetik

Stoffgebiet G: Biogene Arzneistoffe

  • Pharmazeutische Biologie: Arzneipflanzen, biogene Arzneistoffe, Biotechnologie
  • Biogene Arzneimittel (Phytopharmaka, Antibiotika, gentechnisch hergestellte Arzneimittel)
  • Pharmazeutische Biologie III (Biologische und phytochemische Untersuchungen)
  • Immunologie, Impfstoffe und Sera

Stoffgebiet H: Medizinische Chemie und Arzneistoffanalytik

  • Pharmazeutische/ Medizinische Chemie
  • Arzneimittelanalytik (Drug Monitoring, toxikologische und umweltrelevante Untersuchungen)
  • Arzneistoffanalytik unter besonderer Berücksichtigung der Arzneibücher (Qualitätskontrolle und -sicherung bei Arzneistoffen) und der entsprechenden Normen für Medizinprodukte

Stoffgebiet I: Pharmakologie und Klinische Pharmazie

  • Pharmakologie und Toxikologie
  • Klinische Pharmazie
  • Krankheitslehre
  • Pharmakotherapie
  • Pharmakoepidemiologie und Pharmakoökonomie und spezielle Rechtsgebiete für Apotheker

Stoffgebiet K: Wahlpflichtfach

Praktische Ausbildung - dritter Ausbildungsabschnitt

Die praktische Ausbildung findet nach dem Bestehen des Zweiten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung statt. Sie gliedert sich in eine Ausbildung von

  1. sechs Monaten in einer öffentlichen Apotheke und
  2. sechs Monaten, die wahlweise in einer öffentlichen Apotheke oder einer anderen pharmazeutischen Einrichtung (Krankenhaus, Industrie usw.) abzuleisten sind sowie
  3. praktikumbegleitenden Lehrveranstaltungen.

Der Dritte Abschnitt der pharmazeutischen Prüfung bildet den Abschluss der praktischen Ausbildung. Nach erfolgreicher Absolvierung kann die Approbation beantragt werden.

Studienabschluss

Die drei Prüfungsabschnitte der Pharmazeutischen Prüfung

  • Erster Abschnitt: nach mindestens zwei Jahren des Studiums der Pharmazie
  • Zweiter Abschnitt: nach Bestehen des Ersten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung und einem Studium der Pharmazie von mindestens 4 Jahren
  • Dritter Abschnitt: nach Bestehen des Zweiten Abschnitts und nach Ableisten der sich anschließenden praktischen Ausbildung für die Dauer von einem Jahr.

Studienvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

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Bewerbung

Der Studiengang Pharmazie unterliegt an allen Hochschulen der Bundes­republik Deutschland, sofern diese den Studiengang anbieten, einer Zulassungsbeschränkung (bundesweiter Numerus clausus).

Eine Bewerbung erfolgt grundsätzlich über eine zentrale Vergabestelle, die sogenannte Stiftung für Hochschulzulassung (www.hochschulstart.de).

Eine Bewerbung ist jeweils nur zum Wintersemester möglich. Die Bewerbungs­frist ist der 15.07.
"Alt-Abiturienten", d.h. Be­werber, die ihr Abiturzeugnis vor dem 15.1. des Jahres erworben haben, bewerben sich bis zum 31.05.

Aktuelle Informationen zur Bewerbung und zum Auswahlverfahren finden Sie ab April im Internet unter folgenden Links:

Fachstudienberatung

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zu Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Marion Tannhäuser

Institut für Pharmazie

Wolfgang-Langenbeck-Straße 4
Raum: 36

06120 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-25004

Prof. Dr. habil. Andreas Hilgeroth

Institut für Pharmazie

Wolfgang-Langenbeck-Straße 4
Raum: 393

06120 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-25168

Zuständiges Prüfungsamt

Fotos der Fakultät

Studyphone Banner

StudyPhone – Bei Anruf Info!

Studienbotschafter, d. h. Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beraten Studieninteressierte, Bewerber, Eltern und Lehrer zu allen Fragen rund um das Studium an der Uni Halle sowie zum Leben in der Händelstadt Halle (Saale).

Montag bis Freitag von 13 bis 20 Uhr
unter den Telefonnummern

0345 55-21550 oder 0345 55-21551

oder per E-Mail: studyphone@uni-halle.de

Das StudyPhone ist ein Service im Rahmen der Kampagne "ich will wissen!"

Infos frei Haus!

Es gibt immer wieder Neuigkeiten in Halle: zu den Studiengängen, zur Uni und zur Stadt.

Unsere Studienbotschafter – Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen – informieren zu diesen Themen auf ihrer Webseite www.ich-will-wissen.de.

Wenn Sie hier Ihre E-Mail-Adresse eintragen, bekommen Sie per E-Mail eine Einladung, sich auf www.ich-will-wissen.de zu registrieren. Wenn Sie sich registrieren, erhalten Sie einen persönlichen Bereich, in dem ausschließlich die für Ihr Studieninteresse zutreffenden Informationen zusammengestellt werden.

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