Evangelische Religion (Lehramt an Sekundarschulen, modularisiert)

Stand vom: 26.07.2019

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen
Charakteristik Lehramt an Sekundarschulen, modularisiert
Umfang 75/80 LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsfrei (ohne NC)
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Zentrum für Lehrer*innenbildung

Charakteristik und Ziele

Im Studium für ein Lehramt an Sekundarschulen/ Förderschulen im Fach Evangelische Religion werden die fachwissenschaftlichen, fachpraktischen, fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten bzw. Kompetenzen erworben, die zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt an Sekundarschulen bzw. Förderschulen erforderlich sind.

Theologiestudierende erwartet ein vielseitiges geisteswissenschaftliches Studium! Neben den „klassischen Fächern“ Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie, Praktische Theologie und Religionspädagogik ist die Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie ein weiteres Hauptfach. Darüber hinaus werden Spezialdisziplinen
wie Biblische Landeskunde und vorderorientalische Religionsgeschichte, Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst, Ostkirchenkunde und Kirchenrecht angeboten.

In der Theologie geht es um Christliche Religion und Glauben in Geschichte und Gegenwart. Dazu gehört das interdisziplinäre Gespräch mit den Naturwissenschaften, der Pädagogik, Psychologie, Medientheorie oder Kunst. Das Leben in einem mehrheitlich konfessionslosen Kontext und einer Kultur im Umbruch fordert Fragen nach Sinn und damit ein neues Nachdenken über Religion und Glauben heraus. Es braucht fundiertes Wissen und theologische Urteilsfähigkeit, um auf gesellschaftliche Herausforderungen angemessen reagieren zu können. Deshalb geht es beim Studium der Theologie bei der Arbeit mit Texten auch immer um die persönliche Auseinandersetzung und die
eigene Urteilsbildung. Den eigenen Glauben kann man dabei weiterentwickeln und natürlich auch leben, z.B. bei Andachten in den christlichen Studierendenwohnheimen oder in den Uni-Gottesdiensten.

Neben diesem Studienfach bietet die Theologische Fakultät weitere Studiengänge und -fächer an:

  • Evangelische Religion Lehramt an Gymnasien
  • Evangelische Religion Lehramt an Grundschulen
  • Evangelische Theologie Diplom/Kirchliches Examen
  • Evangelische Theologie als Fach mit 120, 90 oder 60 LP im Rahmen eines Zwei-Fach-Bachelor (Bachelor of Arts)
  • Evangelische Theologie als Fach mit 75 oder 45 LP im Rahmen eines Zwei-Fach-Master (Master of Arts)

Darum Halle!

Ein Theologiestudium in Halle ist ein Studium an einer der traditionsreichsten Fakultäten in Deutschland. Die 1502 durch Kurfürst Friedrich den Weisen gegründete Universität Wittenberg und die 1694 durch Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gegründete Universität Halle wurden 1817 vereinigt. Die MLU steht damit sowohl für die reformatorische Tradition Wittenbergs als auch für den Geist der deutschen Aufklärung und des Franckeschen Pietismus. An der hallischen Theologischen Fakultät lehrten namhafte Theologen, so Siegmund Jakob Baumgarten, Johann Salomo Semler, Friedrich Schleiermacher, Wilhelm Gesenius, August Tholuck, Martin Kähler, Friedrich Loofs, Hermann Gunkel, Julius Schniewind, Otto Eißfeldt und Kurt Aland.

Die Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität heute besteht aus zwei Instituten mit insgesamt zehn Professuren und ca. 15 wissenschaftlichen Mitarbeitern.

Die Theologische Fakultät befindet sich auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen (Haus 30 und Haus 25). Hier finden Sie modern ausgestattete Hörsäle und Seminarräume, ein Foyer mit Arbeits- und Aufenthaltsplätzen sowie eine Gartenanlage. Die Zweigbibliothek Theologie/ Erziehungswissenschaften der Universitäts- und Landesbibliothek in Haus 31 umfasst über 80.000 Bände und kann bis in die späten Abendstunden genutzt werden. Auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen befinden sich u. a. eine Mensa und zwei interdisziplinäre Zentren, für Pietismusforschung (IZP) und für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA).

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst. Hier arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst zur Zeit 16 Monate.

Lehramt studieren in Halle

Lehramt studieren in Halle

Struktur des Studiums

Lehramt an Sekundarschulen

  • Bildungswissenschaften (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) - 35 LP
  • Fach I (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 80 LP (Musik oder Kunst 110 LP)
  • Fach II (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 75 LP (Musik oder Kunst 105 LP)
  • Schulpraktika - 15 LP
  • Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion - 5 LP
  • Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) - 5 LP
  • Wissenschaftliche Hausarbeit - 15 LP
  • Abschlussprüfung - 10 LP

Evangelische Religion kann als Fach I oder Fach II gewählt werden.

Folgende Einschränkungen sind bei der Kombination mit einem weiteren Fach zu beachten:

  • Evangelische Religion und Ethik bzw. Katholische Religion dürfen nicht kombiniert werden, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach (3. Fach) studiert wird.

Weitere Informationen zum Studium des Lehramts an Sekundarschulen finden Sie im Studienangebot unter folgendem Link: Lehramt an Sekundarschulen

Über die Struktur des Studiums für das Lehramt an Förderschulen, im Rahmen dessen das Unterrichtsfach auch studiert werden kann, informieren Sie sich bitte im Studienangebot der MLU unter "Lehramt an Förderschulen".

Das modularisierte Lehramtsstudium

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP)/ ECTS:
ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für die unmittelbare Präsenz in den Lehrveranstaltungen, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.
Das Lehramt an Sekundarschulen umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte, bei einer Kombination mit Musik oder Kunst 270 Leistungspunkte.

Willkommen an der Uni Halle

Studieninhalt

Modulübersicht für das Fach Evangelische Religion (Lehramt an Sekundarschulen) 75/80 LP

Die genauen Lehrinhalte, Lernziele, der Lehrstundenumfang, Modulvoraussetzungen und Modulleistungen können im Modulhandbuch bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung nachgelesen werden.

Modulbezeichnung LP empf. Sem.
Modul Theologische Propädeutik 5 1.
Basismodul Bibelkunde Altes Testament und Neues Testament 5 Ab 1.
Basismodul Altes Testament und Neues Testament ohne biblische Sprache 10 Ab 2.
Basismodul Kirchengeschichte und Religionswissenschaft 10 Ab 1.
Basismodul Systematische Theologie und Praktische Theologie 10 Ab 1.
Aufbaumodul Seminargebundene Wissenschaftliche Hausarbeit 5 ab 5.
Fachdidaktik-Modul I: Religionsunterrricht I 5 ab 3.
Fachdidaktik-Modul II: Religionsunterricht II 5 ab 4.
Fachdidaktik-Modul III: ReligionspädagogischeThemenfelder 5 ab 5.
Wahlpflichtbereich I
eines der zwei folgenden Aufbaumodule muss gewählt werden:
  • Aufbaumodul Altes Testament
  • Aufbaumodul Neues Testament
5 ab 5.
Wahlpflichtbereich II
eines der drei folgenden Aufbaumodule muss gewählt werden:
  • Aufbaumodul Kirchengeschichte
  • Aufbaumodul Systematische Theologie
  • Aufbaumodul Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie
5 ab 5.
Wahlpflichtbereich III
(Erstes Lehramtsfach 10 LP; Zweites Lehramtsfach 5 LP) – zwei bzw. eines der 13 Profilmodule müssen ausgewählt werden *
10 bzw. 5 ab 5.

* Die 13 Profilmodule finden Sie in der aktuellen Studien- und Prüfungsordnung.

Modulleistungen als Voraussetzung für Studienabschluss
Jedes Modul wird nach Besuch der zugehörigen Lehrveranstaltungen und Erbringung der erforderlichen Studienleistungen mit einer Prüfung (Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit) abgeschlossen, deren Bestehen Voraussetzung für den Studienabschluss ist. Die Noten für die Basismodule Bibelkunde, Systematische und Praktische Theologie, die Wissenschaftliche Hausarbeit, Fachdidaktik I und II sowie die Module aus dem Wahlpflichtbereich I und II werden in die Abschlussnote eingerechnet.

Nähere Informationen zu den Modulen finden Sie unter http://www.theologie.uni-halle.de/studium/module/.

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung sind:

  • ein ordnungsgemäßes Studium für das Lehramt an Sekundarschulen in der gewählten Fächerkombination
  • die für die Zulassung erforderlichen Modulleistungen in allen Prüfungsfächern
  • Nachweis der erforderlichen Schulpraktika
  • die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen und Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  1. der wissenschaftlichen Hausarbeit
  2. je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern
  3. je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie

Das Referendariat und zweites Staatsexamen
Nach dem ersten Staatsexamen ist ein Referendariat (Vorbereitungsdienst) abzuleisten, welches mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird. Damit erwirbt man die  Lehrbefähigung an Sekundarschulen. Das Referendariat kann auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufzunehmenden Landes zu richten.

Wird das Unterrichtsfach im Rahmen des Lehramts an Förderschulen studiert, so endet das Studium mit dem Ersten Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen.

Praktika

  • Schulpraktika, die nach Möglichkeit an Sekundarschulen abgeleistet werden sollten, gliedern sich in
    • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb der Bildungswissenschaften im Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik
    • zwei Schulpraktika von mindestens 8 Wochen Dauer mit einem Studienumfang von 15 LP
    • schulpraktische Übungen in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • Das Außerunterrichtliche Pädagogische Praktikum
    • dreiwöchiges Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel, Kenntnisse zu spezifischen Anforderungen im Rahmen eines selbstgewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern und/oder Jugendlichen zu erwerben.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Für das Fach Evangelische Religion sind keine spezifischen Zugangsvoraussetzungen gefordert.

Im Rahmen des LSQ-Moduls erhalten die Studierenden eine Stimmberatung. Da die Stimme der Lehrer/innen im Beruf jedoch stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens.

Altsprachliche Kenntnisse (Latein, Griechisch, Hebräisch) sind nicht erforderlich, können jedoch bei Interesse an der Theologischen Fakultät erworben werden.

Bewerbung/Einschreibung

Evangelische Religion Lehramt an Sekundarschulen 75/80 LP ist zurzeit zulassungsfrei (ohne NC).

  • Mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung schreiben Sie sich bitte bis 30.9. an der Universität ein. Achtung! Ist das weitere gewählte Fach zulassungsbeschränkt, gilt für beide Fächer die Bewerbungsfrist 15.7.
  • Mit ausländischem Zeugnis bewerben Sie sich bitte bis zum 30.6. über www.uni-assist.de.

Ob ein Studiengang zulassungsbeschränkt (Uni-NC) oder zulassungsfrei (ohne NC) ist, entscheidet die Uni Halle zu jedem Wintersemester neu. Jeweils ab Mai des Jahres wird die aktuelle Festlegung für das kommende Wintersemester an dieser Stelle (siehe auch Allgemeine Informationen) veröffentlicht.

Schritt für Schritt zum Studienplatz

Über die folgenden Banner zeigen wir Ihnen anschaulich den Weg ins Lehramtsstudium an der Uni Halle. Einfach das jeweils passende Banner anklicken – je nachdem, ob Ihr weiteres Fach zulassungsbeschränkt ist oder nicht:

Kombinationsmöglichkeiten

Evangelische Religion kann kombiniert werden mit:

Fachstudienberatung

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zu Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Dr. Ulrike Witten

Theologische Fakultät

Franckeplatz 1
Haus 30
Raum: 1. Obergeschoss Raum 6
06110 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-23043

Studyphone Banner

StudyPhone – Bei Anruf Info!

Studienbotschafter, d. h. Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beraten Studieninteressierte, Bewerber, Eltern und Lehrer zu allen Fragen rund um das Studium an der Uni Halle sowie zum Leben in der Händelstadt Halle (Saale).

Montag bis Freitag von 13 bis 20 Uhr
unter den Telefonnummern

0345 55-21550 oder 0345 55-21551

oder per E-Mail: studyphone@uni-halle.de

Das StudyPhone ist ein Service im Rahmen der Kampagne "ich will wissen!"

Infos frei Haus!

Es gibt immer wieder Neuigkeiten in Halle: zu den Studiengängen, zur Uni und zur Stadt.

Unsere Studienbotschafter – Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen – informieren zu diesen Themen auf ihrer Webseite www.ich-will-wissen.de.

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