Evangelische Religion (Lehramt an Sekundarschulen)

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Sekundarschulen
Umfang 75/80 LP
Regelstudienzeit 8 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsfrei (ohne NC)
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Zentrum für Lehrerbildung

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Charakteristik und Ziele

Theologie, wörtlich: die Gotteswissenschaft, denkt über den christlichen Glauben in Geschichte und Gegenwart nach. Ihrer Arbeitsweise nach gehört sie zu den Geistes- und Kulturwissenschaften, mit denen sie die wissenschaftliche Methodik teilt und auf den christlichen Glauben anwendet. So tauscht sich die Theologie mit vielen Wissenschaften aus und vermittelt vielseitige Bildung.

Das Studium der Evangelischen Theologie macht mit der Bibel sowie der Geschichte des Christentums vertraut. Es zeigt aktuelle christliche Lebensfragen auf. Das Theologiestudium fordert auch dazu heraus, bei der Ordnung des theologischen Wissens einen eigenen Weg zu finden.

Das Studienfach bereitet auf das Sekundarschul-Lehramt im Fach Evangelische Religion vor. Es wird mit einem weiteren Fach kombiniert und um ein allgemeines pädagogisches und psychologisches Begleitstudium ergänzt.

Neben diesem Studienfach bietet die Theologische Fakultät weitere Studiengänge und -fächer an:

  • Evangelische Religion Lehramt an Gymnasien
  • Evangelische Religion Lehramt an Grundschulen
  • Evangelische Theologie Diplom/Kirchliches Examen
  • Evangelische Theologie als Fach mit 120, 90 oder 60 LP im Rahmen eines Zwei-Fach-Bachelor (Bachelor of Arts)
  • Evangelische Theologie als Fach mit 75 oder 45 LP im Rahmen eines Zwei-Fach-Master (Master of Arts)

Ein Theologiestudium in Halle ist ein Studium an einer der traditionsreichsten Fakultäten in Deutschland. Die 1502 durch Kurfürst Friedrich den Weisen gegründete Universität Wittenberg und die 1694 durch Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg gegründete Universität Halle wurden 1817 vereinigt. Die MLU steht damit sowohl für die reformatorische Tradition Wittenbergs als auch für den Geist der deutschen Aufklärung und des Franckeschen Pietismus. An der hallischen Theologischen Fakultät lehrten namhafte Theologen, so Siegmund Jakob Baumgarten, Johann Salomo Semler, Friedrich Schleiermacher, Wilhelm Gesenius, August Tholuck, Martin Kähler, Friedrich Loofs, Hermann Gunkel, Julius Schniewind, Otto Eißfeldt und Kurt Aland.

Die Theologische Fakultät der Martin-Luther-Universität heute besteht aus zwei Instituten mit insgesamt zehn Professuren und ca. 15 wissenschaftlichen Mitarbeitern.

Die Theologische Fakultät befindet sich auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen (Haus 30 und Haus 25). Hier finden Sie modern ausgestattete Hörsäle und Seminarräume, ein Foyer mit Arbeits- und Aufenthaltsplätzen sowie eine Gartenanlage. Die Zweigbibliothek Theologie/ Erziehungswissenschaften der Universitäts- und Landesbibliothek in Haus 31 umfasst über 80.000 Bände und kann bis in die späten Abendstunden genutzt werden. Auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen befinden sich u. a. eine Mensa und zwei interdisziplinäre Zentren, für Pietismusforschung (IZP) und für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA).

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst. Hier arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst zur Zeit 16 Monate.

Struktur des Studiums

Lehramt an Sekundarschulen

  • Bildungswissenschaften (Pädagogik und Pädagogische Psychologie) - 35 LP
  • Fach I (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 80 LP (Musik oder Kunst 110 LP)
  • Fach II (Fachwissenschaft und Fachdidaktik) - 75 LP (Musik oder Kunst 105 LP)
  • Schulpraktika - 15 LP
  • Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion - 5 LP
  • Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (AuPP) - 5 LP
  • Wissenschaftliche Hausarbeit - 15 LP
  • Abschlussprüfung - 10 LP

Evangelische Religion kann als Fach I oder Fach II gewählt werden.

Folgende Einschränkungen sind bei der Kombination mit einem weiteren Fach zu beachten:

  • Evangelische Religion und Ethik bzw. Katholische Religion dürfen nicht kombiniert werden, auch wenn eines der Fächer als Erweiterungsfach (3. Fach) studiert wird.

Weitere Informationen zum Studium des Lehramts an Sekundarschulen finden Sie im Studienangebot unter folgendem Link: Lehramt an Sekundarschulen

Das modularisierte Lehramtsstudium

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/ Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP)/ ECTS:
ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten.
Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für die unmittelbare Präsenz in den Lehrveranstaltungen, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand.
Das Lehramt an Sekundarschulen umfasst insgesamt 240 Leistungspunkte, bei einer Kombination mit Musik oder Kunst 270 Leistungspunkte.

Studieninhalt

Pflichtbereich

Folgende Module müssen absolviert werden:

  • Modul Theologische Propädeutik (5 LP)
  • Basismodul Bibelkunde Altes und Neues Testament (5 LP)
  • Basismodul Altes Testament und Neues Testament (10 LP)
  • Basismodul Kirchengeschichte und Religionswissenschaft (10 LP)
  • Basismodul Systematische und Praktische Theologie (10 LP)
  • Aufbaumodul seminargebundene Wiss. Hausarbeit (5 LP)
  • Fachdidaktik-Modul I: Religionsunterricht I (5 LP)
  • Fachdidaktik-Modul II: Religionsunterricht II (5 LP)
  • Fachdidaktik-Modul III: Religionspädagogische Themenfelder (5 LP)

Wahlpflichtbereich I
Eines der beiden folgenden Aufbaumodule muss ausgewählt werden

  • Aufbaumodul Altes Testament (5 LP)
  • Aufbaumodul Neues Testament (5 LP)

Wahlpflichtbereich II
Eines der drei folgenden Aufbaumodule muss ausgewählt werden

  • Aufbaumodul Kirchengeschichte (5 LP)
  • Aufbaumodul Systematische Theologie (5 LP)
  • Aufbaumodul Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie (5 LP)

Wahlpflichtbereich III
Aus den 13 angebotenen Profilmodulen müssen je nach Studiengang ausgewählt werden: zwei bei Evangelische Religion als Erstfach (80 LP), eines bei Evangelische Religion als Zweitfach (75 LP).

Alle nachfolgend genannten Module sind Profilmodule und umfassen jeweils 5 LP:

  • Exegese des Alten Testaments (ohne Hebraicum)
  • Landeskunde Palästinas
  • Exegese des Neuen Testaments (ohne Graecum)
  • Umwelt und Geschichte des Urchristentums
  • Interkulturelle Theologie
  • Christliche Archäologie und Kirchliche Kunst
  • Dogmatik und Religionsphilosophie
  • Praktische Theologie

Nähere Informationen zu den Modulen finden Sie unter http://www.theologie.uni-halle.de/studium/module/.

Modulleistungen als Voraussetzung für Studienabschluss
Jedes Modul wird nach Besuch der zugehörigen Lehrveranstaltungen und Erbringung der erforderlichen Studienleistungen mit einer Prüfung (Klausur, mündliche Prüfung, Hausarbeit) abgeschlossen, deren Bestehen Voraussetzung für den Studienabschluss ist. Die Noten für die Basismodule Bibelkunde, Systematische und Praktische Theologie, die Wissenschaftliche Hausarbeit, Fachdidaktik I und II sowie die Module aus dem Wahlpflichtbereich I und II werden in die Abschlussnote eingerechnet.

Praktika

  • Schulpraktika, die nach Möglichkeit an Sekundarschulen abgeleistet werden sollten, gliedern sich in
    • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb der Bildungswissenschaften im Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik
    • zwei Schulpraktika von mindestens 8 Wochen Dauer mit einem Studienumfang von 15 LP
    • schulpraktische Übungen in den studierten Unterrichtsfächern im Rahmen der Fachdidaktik
  • Das Außerunterrichtliche Pädagogische Praktikum
    • dreiwöchiges Praktikum (Studienumfang von 5 LP) mit dem Ziel, Kenntnisse zu spezifischen Anforderungen im Rahmen eines selbstgewählten außerunterrichtlichen pädagogischen Praxisfeldes mit Kindern und/oder Jugendlichen zu erwerben.

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Sekundarschulen

Voraussetzungen für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung sind:

  • ein ordnungsgemäßes Studium für das Lehramt an Sekundarschulen in der gewählten Fächerkombination
  • die für die Zulassung erforderlichen Modulleistungen in allen Prüfungsfächern
  • Nachweis der erforderlichen Schulpraktika
  • die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen und Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  1. der wissenschaftlichen Hausarbeit
  2. je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten Unterrichtsfächern
  3. je einer mündlichen Abschlussprüfung in den Fächern Pädagogik und Psychologie

Das Referendariat und zweites Staatsexamen
Nach dem ersten Staatsexamen ist ein Referendariat (Vorbereitungsdienst) abzuleisten, welches mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird. Damit erwirbt man die  Lehrbefähigung an Sekundarschulen. Das Referendariat kann auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufzunehmenden Landes zu richten.

Studienvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Für das Fach Evangelische Religion sind keine spezifischen Zugangsvoraussetzungen gefordert.

Im Rahmen des LSQ-Moduls erhalten die Studierenden eine Stimmberatung. Da die Stimme der Lehrer/innen im Beruf jedoch stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens.

Altsprachliche Kenntnisse (Latein, Griechisch, Hebräisch)sind nicht erforderlich, können jedoch bei Interesse an der Theologischen Fakultät erworben werden.

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Keine Angst vor dem NC – dank NC-Ampel-App

Um das Thema „NC“ ranken sich viele Legenden und es kursiert viel falsches Wissen, das viele Studieninteressierte letztlich von einer Bewerbung abhält.

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Das Besondere ist, wir greifen dabei nicht nur auf die NC-Grenzwerte der Hauptverfahren zurück (wie sie auf den meisten Hochschulwebsites und bei einigen Portalen veröffentlich werden) sondern berücksichtigen auch die Ergebnisse der Nachrückverfahren. Außerdem zeigt die Ampel, wie sich Wartesemester auswirken - denn auch hier gibt es viele falsche Vorstellungen.

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Bewerbung

Zulassungsbeschränkungen (Uni-NC) werden zu jedem Wintersemester neu festgelegt.

Besteht für ein Unterrichtsfach ein Uni-NC, so bewirbt man sich dafür bis zum 15.07. Für zulassungsfreie Unterrichtsfächer kann man sich bis zum 30.09. einschreiben. Wenn für mindestens ein Fach in der gewählten Fächerkombination eine Zulassungsbeschränkung (Uni-NC) festgelegt wurde, gilt die Bewerbungsfrist 15.07.

Ob das Fach Evangelische Religion (Lehramt an Sekundarschulen) zulassungsbeschränkt oder zulassungsfrei ist, entnehmen Sie bitte den "Allgemeinen Informationen" am Anfang dieser Seite.

Aktuelle Informationen zur Bewerbung erhält man jeweils ab Mai im Internet unter: http://immaamt.verwaltung.uni-halle.de/bewerbung/.

Kombinationsmöglichkeiten

Evangelische Religion kann kombiniert werden mit:

Fachstudienberater

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zu Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Dr. Ulrike Witten

Theologische Fakultät

Haus 3, Franckeplatz 1
Raum: Haus 30

06110 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-23043

Zuständiges Prüfungsamt

Zentrum für Lehrerbildung

Ansprechpartner des für den Studiengang zuständigen Prüfungsamtes.

Dr. Marie-Theres Müller

Dachritzstr. 12
Raum: 205, 2. Etage

06108 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-21717

Sprechzeiten

Montag, Donnerstag und Freitag: 10:00 - 12:00 Uhr
Dienstag: 10:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr

Dr. Lothar Pollmer

Barfüßerstraße 17
Raum: 2. Etage

06108 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-21720

Sprechzeiten

Montag 10:00 - 12:00 Uhr Dienstag 10:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 15:00 Uhr Mittwoch 10:00 - 12:00 Uhr Donnerstag 10:00 - 12:00 Uhr

Studyphone Banner

StudyPhone – Bei Anruf Info!

Studienbotschafter, d. h. Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beraten Studieninteressierte, Bewerber, Eltern und Lehrer zu allen Fragen rund um das Studium an der Uni Halle sowie zum Leben in der Händelstadt Halle (Saale).

Wir sind ab sofort erreichbar:

Montag bis Freitag von 13 bis 20 Uhr
unter den Telefonnummern

0345 55-21550 oder 0345 55-21551

bzw. per E-Mail: studyphone@uni-halle.de

Das StudyPhone ist ein Service im Rahmen der Kampagne "ich will wissen!"

Infos frei Haus!

Es gibt immer wieder Neuigkeiten in Halle: zu den Studiengängen, zur Uni und zur Stadt.

Unsere Studienbotschafter – Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen – informieren zu diesen Themen auf ihrer Webseite www.ich-will-wissen.de.

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