Prähistorische Archäologie (Master-Teilstudiengang)

Stand vom: 16.09.2021

Allgemeine Informationen

Typ Master-Teilstudiengang
Studienabschluss Master of Arts (M.A.)
Umfang 45/75 LP
Regelstudienzeit 4 Semester
Studienbeginn nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Zulassungsbeschränkung zulassungsfrei (ohne NC)
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen ja (Details)
Fakultät Philosophische Fakultät I – Sozialwissenschaften und Historische Kulturwissenschaften
Institut Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas
Akkreditierung nicht akkreditiert, Akkreditierung in Vorbereitung
Alle Studienangebote

Charakteristik und Ziele

Die Prähistorische Archäologie widmet sich materiellen Relikten aus vorschriftlicher Zeit, die in Mitteleuropa mit der Steinzeit beginnt und erst um die Zeitenwende endet. Damit umfasst sie den größten Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Da Schriftquellen fehlen, ist die Archäologie für diesen Zeitabschnitt die einzige Quelle zur Rekonstruktion vergangener Lebensweisen, der Organisation von Gesellschaften oder deren Entwicklung.

Das Angebot ist primär als historische Kulturwissenschaft zu sehen. Neben dem klassischen Ordnen, Beschreiben und Auswerten von materiellen Gütern bilden die Untersuchung des Fundkontextes und der prähistorischen Umwelt weitere Schwerpunkte des Fachs. Die Datenaufbereitung (statistische Verfahren u. ä.) ist wie die Interpretation interdisziplinär gehalten. Hier werden weitere Geisteswissenschaften (Geschichte, Soziologie oder Ethnologie) ebenso wie Bio- oder Geowissenschaften miteinbezogen.

Ziel des Teilstudienganges ist es, die Studierenden an die Forschungspraxis des Faches heranzuführen. Im Fokus stehen die Konfrontation mit aktuellen Forschungsfragen und eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten. Neben der Vermittlung vertiefter Kompetenzen im Umgang mit archäologisch gewonnenen Daten steht die praxisorientierte Anwendung naturwissenschaftlicher Prospektions- und Analysemethoden sowie Dokumentationsweisen.

Darum Halle!

Reiche Funde und optimale Vernetzung

Mitteldeutschland verfügt über eine überaus reiche archäologische Fundlandschaft. Begünstigt durch klimatische und geologische Faktoren wurde dieses Gebiet seit dem frühesten Neolithikum durchgängig besiedelt. Hier kreuzen sich über die Jahrtausende wichtige Kommunikationswege.

Durch die enge Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt sowie dem Landesmuseum für Vorgeschichte Halle erhalten Studierende die Möglichkeit, aktiv in der Bodendenkmalpflege und im Museumswesen mitzuarbeiten. So werden vielschichtige Einblicke in aktuelle Projekte gewährt und eigene Forschungen an noch unbearbeitetem Material möglich.

Die Prähistorische Archäologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unterhält eine eigene Studiensammlung und verfügt über umfangreiche Bibliotheksbestände.

Darüber hinaus ist der Lehrstuhl in ein weites Kooperationsnetzwerk mit Partnern im In- und Ausland eingebunden. Derzeit laufen Forschungsprojekte und Lehrgrabungen in Sachsen-Anhalt, der Türkei und Armenien.

Berufsperspektiven

Je nach Studienkombination und Praxiserfahrung ergeben sich für Absolvent*innen beispielsweise diese Arbeitsfelder:

  • Bodendenkmalpflege/Denkmalpflege (Landesämter oder Grabungsfirmen)
  • Museen/Ausstellungswesen, Sammlungen
  • für die weitere Berufsqualifizierung (Promotion): universitäre und außeruniversitäre Lehr- und Forschungseinrichtungen
  • Verlagswesen, Medienanstalten oder Öffentlichkeitsarbeit im kulturellen Bereich

Akkreditierung

Dieser Teilstudiengang ist noch nicht akkreditiert. Die Akkreditierung wird zurzeit vorbereitet.

Struktur des Studiums

Für dieses Masterstudium kombinieren Sie zwei Teilstudiengänge, die Sie zunächst gleichwertig studieren (jeweils 45 Leistungspunkte). Die Masterarbeit verfassen Sie in einem der beiden Teilstudiengänge, der dadurch zum „Hauptfach“ mit 75 LP wird. Ihr Studium hat somit einen Gesamtumfang von 120 LP.

Prähistorische Archäologie 45/75 LP ist mit allen weiteren Master-Teilstudiengängen der Uni Halle frei kombinierbar. Empfohlen wird die Kombination mit anderen archäologischen (Klassische Archäologie, Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit) oder geisteswissenschaftlichen Fächern (Kunstgeschichte, Geschichte, Ethnologie, Soziologie).

Kombinationsmöglichkeiten

Prähistorische Archäologie kann kombiniert werden mit:

Studieninhalt

Modulbezeichnung LP empf.
Sem.
Pflichtmodule
Vertiefung Fachwissen I (Steinzeit) 10 1. o. 3.
Vertiefung Fachwissen II (Metallzeiten I) 10 2.
Vertiefung Fachwissen II (Metallzeiten II) 10 1. o. 3.
Exkursionspraxis 5 2.
Wahlpflichtmodule Praxis (2 von 3 Modulen)
Projektmodul 5 1. o. 3.
Geländepraktikum 5 1. o. 3.
Praktikum Vermittlung/Präsentation 5 1. o. 3.
Abschlussmodul (Masterarbeit und mündliche Prüfung)
- nur bei Variante mit 75 LP -
30 4.

Die genauen Lehrinhalte, Lernziele, der Lehrstundenumfang, Modulvoraussetzungen und Modulleistungen können detailliert im Modulhandbuch bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung nachgelesen werden.

Praktika

Praktika sind bei diesem Studienangebot Teil des Wahlbereichs. Für die Module Geländepraktikum und Praktikum Vermittlung/Präsentation sind in der Regel Vollzeitpraktika von jeweils drei Wochen zu absolvieren.

Archäologische Praktika werden in der vorlesungsfreien Zeit typischerweise an Museen, Einrichtungen der Bodendenkmalpflege, archäologischen Forschungsinstitutionen, Kulturerbe-Institutionen, Medienanstalten oder in Ausnahmefällen am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas durchgeführt.

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss (in der Regel Bachelor) in einem archäologisch orientierten Studiengang im Umfang von mindestens 90 Leistungspunkten oder in einem vergleichbaren Studiengang, der die Vermittlung von Inhalten der Prähistorischen Archäologie oder der Vor- bzw. Urgeschichte beinhaltet.

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der Studien- und Prüfungsordnung. Über die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen entscheidet in Zweifelsfällen der Studien- und Prüfungsausschuss.

Bewerbung/Einschreibung

Der Master-Teilstudiengang Prähistorische Archäologie 45/75 LP
ist zurzeit zulassungsfrei (ohne NC).

  • Mit einem deutschen Hochschulabschluss bewerben Sie sich bitte bis 31.8.2021 über www.uni-halle.de/bewerben.
  • Mit einem ausländischen Hochschulabschluss bewerben Sie sich bitte bis 15.6.2021 über www.uni-assist.de.

Ob ein Studienangebot zulassungsbeschränkt (Uni-NC) oder zulassungsfrei (ohne NC) ist, entscheidet die Uni Halle zu jedem Wintersemester neu. Jeweils ab Mai des Jahres wird die aktuelle Festlegung für das kommende Wintersemester an dieser Stelle (siehe auch Allgemeine Informationen) veröffentlicht.

Bewerber*innen, die das Zeugnis des ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses erst nach der Bewerbungsfrist vorlegen können, reichen mit den Bewerbungsunterlagen eine Fächer- und Notenübersicht über mindestens 2/3 der zu erbringenden Gesamtleistungen ihres Studiums ein. Das Zeugnis muss bis spätestens 31.1. des Folgejahres nachgereicht werden. Aktuell gelten verlängerte Nachreichfristen – siehe Corona-FAQ.

Fachstudienberatung

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zu Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Prof. Dr. Francois Bertemes

Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas

Emil-Abderhalden-Straße 26a
Raum: 2.20.0
06108 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-24059

Dr. Laura Burkhardt
(Prähistorische Archäologie)

Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas

Emil-Abderhalden-Straße 26-27
Raum: 2.14.0
06108 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-24053

Sprechzeiten

nach Vereinbarung