Lehramt an Förderschulen (modularisiert)

Stand vom: 10.04.2018

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Förderschulen
Umfang 270 LP
Regelstudienzeit 9 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsbeschränkt (Uni-NC)
NC-Grenzwert (Hauptverfahren) 2.3
Grenzwert Wartesemester 6
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Zentrum für Lehrer*innenbildung

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Charakteristik und Ziele

Lernen ist nicht leicht und viele Kinder benötigen spezielle Förderungen und ganz besondere individuelle Unterstützung. Dafür sind ausgebildete Lehrkräfte erforderlich, die mit den Handicaps ihrer Schüler umgehen können.

Die Ausbildung zur Lehrerin / zum Lehrer an Förderschulen erfolgt in zwei Phasen: einem universitären Studium, das mit dem Ersten Staatsexamen abschließt, und dem Vorbereitungsdienst, der mit der Zweiten Staatsprüfung endet.

Das Besondere in Halle: Das Studium an der Uni Halle schließt mit dem Ersten Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen ab, ist aber komplett modularisiert.

Fächerkombinationen

Für das Lehramt an Förderschulen können folgende Kombinationen von zwei förderpädagogischen Fachrichtungen studiert werden:

Geistigbehindertenpädagogik – Körperbehindertenpädagogik
Geistigbehindertenpädagogik – Verhaltensgestörtenpädagogik
Lernbehindertenpädagogik – Sprachbehindertenpädagogik
Lernbehindertenpädagogik – Verhaltensgestörtenpädagogik
Sprachbehindertenpädagogik – Körperbehindertenpädagogik

Für das Studium muss außerdem ein Sekundarschulfach oder zwei Grundschulfächer ausgewählt werden.

Sekundarschulfächer

Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Kunst, Ethik, Evangelische Religion, Französisch, Geographie, Geschichte, Katholische Religion, Mathematik, Musik, Physik, Russisch, Sozialkunde, Sport

Hinweise

  • Kunsterziehung ist ein Studienfach an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Detailinformationen, bspw. zur Eignungsprüfung, erhalten Sie dort (Neuwerk 7, 06108 Halle; Telefon: 0345 77-51532 bzw. -51530; E-Mail: studinfo@burg-halle.de; www.burg-halle.de).
  • Die fachwissenschaftliche und fachdidaktische Ausbildung des gewählten Sekundarschulfaches wird am jeweiligen Institut absolviert.

Grundschulfächer

Deutsch, Mathematik, Englisch, Ethik, Evangelische Religion, Gestalten, Sachunterricht, Katholische Religion, Musik, Sport

Hinweise

  • Eines der beiden Fächer muss Deutsch oder Mathematik sein.
  • Das zweite Fach kann aus den folgenden Fächern ausgewählt werden: Deutsch, Mathematik, Englisch, Ethik, Evangelische Religion, Gestalten, Sachunterricht, Katholische Religion, Musik, Sport.
  • Die fachwissenschaftliche Ausbildung der Grundschulfächer findet in den meisten Fällen am jeweiligen Institut statt, die fachdidaktische Ausbildung am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik.

Berufsperspektiven

Lehrerin/Lehrer an Förderschulen

Struktur des Studiums

Modularisierung des Studiums

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP) / ECTS

ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten. Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für den unmittelbaren Präsenz-Unterricht, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand. Das Studium für das Lehramt an Förderschulen umfasst eine Gesamtanzahl von 270 Leistungspunkten, bei der Wahl der Sekundarschulfächer Kunsterziehung oder Musik 300 Leistungspunkten.

Aufbau des Studiums

Bildungswissenschaften – 30 LP
(Pädagogik und Pädagogische Psychologie)
Allg. Rehabilitations- und Integrationspädagogik – 20 LP
Rehabilitationspädagogische Psychologie – 15 LP
Förderpädagogische Fachrichtung I – 30 LP
Förderpädagogische Fachrichtung II – 30 LP
Übergreifende Fachrichtungsmodule – 20 LP
zwei Grundschulfächer – 45 + 35 LP
(Fachwissenschaft und Fachdidaktik)
oder
ein Sekundarschulfach – 80 LP
(Fachwissenschaft und Fachdidaktik)
Schulpraktika­ – 15 LP
Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion – 5 LP
Wissenschaftliche Hausarbeit­ – 15 LP
Abschlussprüfung­ – 10 LP

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen

Studieninhalt

Die Lehrinhalte, Lernziele und Prüfungsleistungen können detailliert in der Studien- und Prüfungsordnung nachgelesen werden.

Modulbezeichnung

LP Empf.
Sem.
Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik    
Einführung in die Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik 10 ab 1./2.
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Diskriminierung unter besonderer Berücksichtigung von behinderten Menschen 5 ab 5.
Inklusive Pädagogik im Spannungsfeld von Homogenisierung und Anerkennung von Heterogenität 5 ab 6.
Rehabilitationspädagogische Psychologie    
Diagnosegeleitete Förderplanung 10 ab 3.
Psychologische Grundlagen der Entstehung und Bewältigung von Behinderung 5 ab 4.
Zwei förderpädagogische Fachrichtungen
Geistigbehinderten- u. Körperbehindertenpädagogik
Geistigbehinderten- u. Verhaltensgestörtenpädag.
Lernbehinderten- u. Sprachbehindertenpädagogik
Lernbehinderten- u. Verhaltensgestörtenpädagogik
Sprachbehinderten- u. Körperbehindertenpädagogik
je
30
 
Übergreifende Fachrichtungsmodule    
Grundlagen der Didaktik in ausgewählten Lernbereichen 5 ab 2.
Sprache und Kommunikation im rehabilitationspädagogischen Kontext 5 ab 3.
Erkundungen in rehabilitationspädagogischen Praxisfeldern (Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum/ Sozialpraktikum) 5 ab 3./4.
Beratung und Kooperation in förderpädagogischen Handlungsfeldern 5 ab 6.
Bildungswissenschaften
(Pädagogik und Pädagogische Psychologie)
Das bildungswissenschaftliche Studium dient dem Erwerb der erforderlichen fächerübergreifenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden für das Lehramt an Förderschulen.
   

Modul I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik und Unterricht - LFö

10 ab 1.
Modul III: Schulgeschichte und Schulgestaltung 5 ab 5.
Modul I: Grundlagen der Pädagogischen Psychologie 5  
Modul II: Pädagogische Psychologie in Kompetenzbereichen 10  
Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen Das LSQ-Modul „Kommunikation, Heterogenität und Inklusion“ befasst sich einerseits mit dem Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Entwicklung einer physiologischen Sprechstimme. Andererseits dient es der kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsdiskussionen zur Inklusion sowie zum Erwerb von Kompetenzen, Lern- und Leistungspotenzialen in heterogenen Gruppen. Ziel ist es, deren Nutzen zu reflektieren sowie theoretische und praktische Lösungsansätze abzuleiten. 5  

Weitere Informationen

...zum Studieninhalt und entsprechenden Modulen finden Sie im Internet unter: http://www.zlb.uni-halle.de/foerderschule

Erste Staatsprüfung

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  • der wissenschaftlichen Hausarbeit
  • je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten förderpädagogischen Fachrichtungen
  • je einer mündlichen Abschlussprüfung in Rehabilitationspädagogik und Rehabilitationspädagogische Psychologie
  • je einer schriftlichen Abschlussprüfung im Unterrichtsfach I der Grundschule oder einer schriftlichen Abschlussprüfung im Sekundarschulfach

Vorbereitungsdienst

Nach dem Ersten Staatsexamen ist ein Vorbereitungsdienst (Referendariat) abzuleisten, das grundsätzlich auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden kann. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufzunehmenden Landes zu richten. Die Dauer des Vorbereitungsdienstes in Sachsen-Anhalt beträgt 16 Monate.

Praktika

  • Orientierungspraktikum im Umfang von zwei Wochen innerhalb des Moduls I im Rahmen der Bildungswissenschaften
  • schulpraktische Übungen in den förderpädagogischen Fachrichtungen und dem Unterrichtsfach der Sekundarschule im Rahmen der Fachdidaktik
  • zwei Schulpraktika in den förderpädagogischen Fachrichtungen (10 LP)
  • Sozialpraktikum
  • Förderdiagnostisches Praktikum (5 LP).

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung zum Studium an der Martin-Luther-Universität ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Darüber hinaus sind die folgenden fachspezifischen Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen:

  • Nachweis der bestandenen Eignungsprüfung bei der Wahl eines der Sekundarschulfächer Kunst, Musik und Sport
  • Nachweis der bestandenen Eignungsprüfung bei der Wahl eines der Grundschulfächer Gestalten, Musik oder Sport
  • fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen für die Sekundarschulfächer Deutsch, Englisch und Französisch sowie für das Grundschulfach Englisch

Im Rahmen des LSQ-Moduls erhalten die Studierenden eine Stimmberatung. Da die Stimme der Lehrer/innen im Beruf jedoch stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens.

Bewerbung/Einschreibung

Der Studiengang Lehramt an Förderschulen ist zurzeit zulassungs­beschränkt (Uni-NC).

  • Bewerber mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich bitte bis 15.7. an der Universität.
  • Bewerber mit ausländischem Zeugnis bewerben sich bitte bis zum 30.6. über www.uni-assist.de.

Ob ein Studiengang zulassungsbeschränkt (Uni-NC) oder zulassungsfrei (ohne NC) ist, entscheidet die Uni Halle zu jedem Wintersemester neu. Jeweils ab Mai des Jahres wird die aktuelle Festlegung für das kommende Wintersemester an dieser Stelle (siehe auch Allgemeine Informationen) veröffentlicht.

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Keine Angst vor dem NC – dank NC-Ampel-App

Um das Thema „NC“ ranken sich viele Legenden und es kursiert viel falsches Wissen, das viele Studieninteressierte letztlich von einer Bewerbung abhält.

Unsere „NC-Ampel“ hilft dabei herauszufinden, wie die Chancen auf Zulassung bei den Studienangeboten der Uni Halle stehen.

Das Besondere ist, wir greifen dabei nicht nur auf die NC-Grenzwerte der Hauptverfahren zurück (wie sie auf den meisten Hochschulwebsites und bei einigen Portalen veröffentlich werden) sondern berücksichtigen auch die Ergebnisse der Nachrückverfahren. Außerdem zeigt die Ampel, wie sich Wartesemester auswirken – denn auch hier gibt es viele falsche Vorstellungen.

Weiter zur NC-Ampel

Fachstudienberatung

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zu Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Dr. Sabine Karge

Institut für Rehabilitationspädagogik

Telefon: 0345 55-23769

Lehramt studieren in Halle

Infos frei Haus!

Es gibt immer wieder Neuigkeiten in Halle: zu den Studiengängen, zur Uni und zur Stadt.

Unsere Studienbotschafter – Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen – informieren zu diesen Themen auf ihrer Webseite www.ich-will-wissen.de.

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