Lehramt an Förderschulen (modularisiert)

Stand vom: 07.11.2018

Allgemeine Informationen

Studienabschluss Erstes Staatsexamen Lehramt an Förderschulen
Umfang 270 LP
Regelstudienzeit 9 Semester
Studienbeginn Nur Wintersemester
Studienform Direktstudium, Vollzeitstudium
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studiengebühren keine
Zulassungsbeschränkung zulassungsbeschränkt (Uni-NC)
NC-Grenzwert (Hauptverfahren) 2,3
Grenzwert Wartesemester 6
Studieren ohne Hochschulreife nein
Fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nein
Fakultät Zentrum für Lehrer*innenbildung

PDF anzeigen

Charakteristik und Ziele

Die Ausbildung zur Lehrerin / zum Lehrer an Förderschulen erfolgt in zwei Phasen: ein universitäres Studium, das mit der Ersten Staatsprüfung abschließt, dann folgt der Vorbereitungsdienst mit dem Abschluss der Zweiten Staatsprüfung. Das Lehramtsstudium an der Universität Halle ist komplett modularisiert. Als Abschluss wird das Erste Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen erworben.

Fächerkombinationen

Für das Lehramt an Förderschulen können folgende Kombinationen von zwei förderpädagogischen Fachrichtungen studiert werden:

  • Geistigbehindertenpädagogik + Körperbehindertenpädagogik
  • Geistigbehindertenpädagogik + Verhaltensgestörtenpädagogik
  • Lernbehindertenpädagogik + Sprachbehindertenpädagogik
  • Lernbehindertenpädagogik + Verhaltensgestörtenpädagogik
  • Sprachbehindertenpädagogik + Körperbehindertenpädagogik

Für das Studium muss außerdem ein Sekundarschulfach oder zwei Grundschulfächer ausgewählt werden.

Berufsperspektiven

Mit dem Ersten Staatsexamen (Abschluss des Studiums) kann man sich für die zweite Phase der Lehrerausbildung bewerben, für den Vorbereitungsdienst. Dieser kann grundsätzlich auch in anderen Bundesländern durchgeführt werden kann. Anfragen für die Bewerbung sind an das jeweilige Kultusministerium des aufnehmenden Landes zu richten.

Im Land Sachsen-Anhalt dauert der Vorbereitungsdienst derzeit 16 Monate.

Während des Vorbereitungsdienstes arbeitet man schon an einer Schule, hospitiert und unterrichtet unter Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors. Dazu müssen begleitende Studienseminare belegt werden. Am Ende des Vorbereitungsdienstes legt man das Zweite Staatsexamen ab und kann sich damit um eine Anstellung als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst bewerben.

Struktur des Studiums

Aufbau des Studiums

Bildungswissenschaften – 30 LP
(Pädagogik und Pädagogische Psychologie)
Allg. Rehabilitations- und Integrationspädagogik – 20 LP
Rehabilitationspädagogische Psychologie – 15 LP
Förderpädagogische Fachrichtung I – 30 LP
Förderpädagogische Fachrichtung II – 30 LP
Übergreifende Fachrichtungsmodule – 20 LP

zwei Grundschulfächer mit 45 und 35 LP (Fachwissenschaft und Fachdidaktik):
Erstes Fach (45 LP): Deutsch oder Mathematik

Zweites Fach (35 LP):

oder ein Sekundarschulfach mit 80 LP (Fachwissenschaft und Fachdidaktik):

Schulpraktika­ – 15 LP
Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen: Kommunikation, Heterogenität und Inklusion (LSQ-Modul) – 5 LP
Wissenschaftliche Hausarbeit­ – 15 LP
Abschlussprüfung­ – 10 LP

* Das Sekundarschulfach Kunst ist ein Studienfach an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Detailinformationen sind dort erhältlich (Neuwerk 7, 06108 Halle; Tel. (0345) 77-51532, -51530; E-Mail: studinfo@burg-halle.de).

Hinweis zu Fächerkombinationen: Wenn eine der beiden förderpädadogischen Fachrichtungen Geistigbehindertenpädagogik oder Sprachbehindertenpädagogik ist, wird die Wahl einer Fremdsprache als Sekundarschulfach oder Grundschulfach nicht empfohlen.

Modularisierung des Studiums

Die Lehramtsstudiengänge werden in Form von Modulen angeboten. Ein Modul besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika etc.), die eine thematische Einheit bilden, zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt sind, klar definierte Anforderungen haben und nach Bestehen aller Modulprüfungen/Modulteilprüfungen die Vergabe von Leistungspunkten (LP) vorsehen. Modulprüfungen finden studienbegleitend statt, bestimmte Module fließen mit einer Gewichtung von insgesamt 60% in die jeweilige Fachnote des Ersten Staatsexamens ein.

Leistungspunkte (LP) / ECTS

ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) ist ein Leistungspunktesystem zur Anrechnung von Studienleistungen, um diese einheitlich zu bewerten. Leistungspunkte geben den gesamten Lernaufwand der Studierenden wieder und umfassen somit den Zeitaufwand für den unmittelbaren Präsenz-Unterricht, für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes und den Prüfungsaufwand. Das Studium für das Lehramt an Förderschulen umfasst eine Gesamtanzahl von 270 Leistungspunkten, bei der Wahl der Sekundarschulfächer Kunsterziehung oder Musik 300 Leistungspunkten.

Studieninhalt

Modulübersicht Lehramt an Förderschulen

Bildungswissenschaften (30 LP)

Das bildungswissenschaftliche Studium dient dem Erwerb der erforderlichen fächerübergreifenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden für das Lehramt an Förderschulen.

Modulbezeichnung LP empf.
Sem.
Pädagogik (15 LP)    
Modul I (einschließlich des Orientierungspraktikums):
  • Einführung in die Grundlagen von Pädagogik und Unterricht oder
  • Einführung in die Allgemeine Grundschulpädagogik
10 1.
Modul III: Schulgeschichte und Schulgestaltung 5 5. od. 6.
Pädagogische Psychologie (15 LP)    
Modul I: Grundlagen der Pädagogischen Psychologie 5 2./3.
Modul II: Pädagogische Psychologie in Kompetenzbereichen 10 4./5.

Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik (20 LP)

Modulbezeichnung LP empf.
Sem.
Einführung in die Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik 10 ab 1./ 2.
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Diskriminierung unter besonderer Berücksichtigung von behinderten Menschen 5 ab. 5.
Inklusive Pädagogik im Spannungsfeld von Homogenisierung und Anerkennung von Heterogenität 5 ab 6.

Rehabilitationspädagogische Psychologie (15 LP)

Modulbezeichnung LP empf.
Sem.
Diagnosegeleitete Förderplanung 10 ab 3.
Psychologische Grundlagen der Entstehung und Bewältigung von Behinderung 5 ab 4.

Übergreifende Fachrichtungsmodule (20 LP)

Modulbezeichnung LP empf.
Sem.
Grundlagen der Didaktik in ausgewählten Lernbereichen 5 ab 2.
Sprache und Kommunikation im rehabilitationspädagogischen Kontext 5 ab 1. bzw. 3.
Erkundungen in rehabilitationspädagogischen Praxisfeldern (Sozialpraktikum) 5 ab 3./4.
Beratung und Kooperation in förderpädagogischen Handlungsfeldern 5 ab 6.

Schlüsselqualifikationsmodul für Lehrer/innen (5 LP)

Das LSQ-Modul „Kommunikation, Heterogenität und Inklusion“ befasst sich einerseits mit dem Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Entwicklung einer physiologischen Sprechstimme. Andererseits dient es der kritisch-reflexiven Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsdiskussionen zur Inklusion sowie zum Erwerb von Kompetenzen, Lern- und Leistungspotenzialen in heterogenen Gruppen. Ziel ist es, deren Nutzen zu reflektieren sowie theoretische und praktische Lösungsansätze abzuleiten.

Zwei förderpädagogische Fachrichtungen (2x30 LP)

Die Ausbildung der förderpädagogischen Fachrichtungen erfolgt am Institut für Rehabilitationspädagogik.
Detailinformationen finden Sie auf den Seiten der einzelnen Fachrichtungskombinationen:

Ein Sekundarschulfach (80 LP) oder zwei Grundschulfächer (45+35 LP)

Die Ausbildung der Sekundarschulfächer erfolgt an den jeweiligen Fachinstituten, für die Grundschulfächer am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik und/ oder an den jeweiligen Fachinstituten.

Detailinformationen finden Sie auf den Internetseiten der einzelnen Unterrichtsfächer.

Studienabschluss

Erstes Staatsexamen für ein Lehramt an Förderschulen

Die Staatsprüfung besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

  • der wissenschaftlichen Hausarbeit
  • je einer schriftlichen Abschlussprüfung in beiden studierten förderpädagogischen Fachrichtungen
  • je einer mündlichen Abschlussprüfung in Rehabilitationspädagogik und Rehabilitationspädagogische Psychologie
  • eine schriftliche Abschlussprüfung im Unterrichtsfach I der Grundschule oder eine schriftliche Abschlussprüfung im Sekundarschulfach

Praktika

Schulpraktika gliedern sich in

  • ein zweiwöchiges Orientierungspraktikum innerhalb des Moduls I: Einführung in die Grundlagen von Pädagogik im Rahmen der Bildungswissenschaften
  • schulpraktische Übungen in den rehabilitationspädagogischen Fachrichtungen und dem Unterrichtsfach der Sekundarschule im Rahmen der Fachdidaktik
  • zwei Schulpraktika in den rehabilitationspädagogischen Fachrichtungen und ein förderdiagnostisches Praktikum mit einem Studienumfang von 15 LP
  • ein Sozialpraktikum
  • ein förderdiagnostisches Praktikum

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine anerkannte Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur).

Darüber hinaus ist ggf. der Nachweis der bestandenen Eignungsprüfung in den Sekundarschulfächern Kunst (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle), Musik oder Sport bzw. in den Grundschulfächern Gestalten, Musik und Sport zu erbringen.

Für die Sekundarschulfächer Englisch, Französisch und Deutsch bzw. das Grundschulfach Englisch sind fachspezifische Zulassungsvoraussetzungen nachzuweisen.

Informationen zu den fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen finden Sie auf der Detailseite des jeweiligen Unterrichtsfachs, bspw. "Englisch (Lehramt an Sekundarschulen)", in unserem Studienangebot.

Im Rahmen des LSQ-Moduls erhalten die Studierenden eine Stimmberatung. Da die Stimme der Lehrer/innen im Beruf jedoch stark belastet wird, empfehlen wir zusätzlich die Erstellung eines phoniatrischen Gutachtens.

Bewerbung/Einschreibung

Der Studiengang Lehramt an Förderschulen ist zurzeit zulassungs­beschränkt (Uni-NC).

  • Bewerber mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich bitte bis 15.7. an der Universität.
  • Bewerber mit ausländischem Zeugnis bewerben sich bitte bis zum 30.6. über www.uni-assist.de.

Ob ein Studiengang zulassungsbeschränkt (Uni-NC) oder zulassungsfrei (ohne NC) ist, entscheidet die Uni Halle zu jedem Wintersemester neu. Jeweils ab Mai des Jahres wird die aktuelle Festlegung für das kommende Wintersemester an dieser Stelle (siehe auch Allgemeine Informationen) veröffentlicht.

Hinweis

Im Falle einer Zulassung für das Lehramt an Förderschulen mit 2 Grundschulfächern kann man sich wahlweise für das Fach Deutsch oder Mathematik und ein weiteres Grundschulfach einschreiben, vorausgesetzt, man erfüllt ggf. die fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen. Für die Grundschulfächer erfolgt dann kein Auswahl- und Zulassungsverfahren.

Banner NC-Ampel

Keine Angst vor dem NC – dank NC-Ampel-App

Um das Thema „NC“ ranken sich viele Legenden und es kursiert viel falsches Wissen, das viele Studieninteressierte letztlich von einer Bewerbung abhält.

Unsere „NC-Ampel“ hilft dabei herauszufinden, wie die Chancen auf Zulassung bei den Studienangeboten der Uni Halle stehen.

Das Besondere ist, wir greifen dabei nicht nur auf die NC-Grenzwerte der Hauptverfahren zurück (wie sie auf den meisten Hochschulwebsites und bei einigen Portalen veröffentlich werden) sondern berücksichtigen auch die Ergebnisse der Nachrückverfahren. Außerdem zeigt die Ampel, wie sich Wartesemester auswirken – denn auch hier gibt es viele falsche Vorstellungen.

Weiter zur NC-Ampel

Fachstudienberatung

Bitte wenden Sie sich mit Detailfragen zu Studieninhalt und -ablauf direkt an die Fachstudienberatung.

Dr. Sabine Karge

Institut für Rehabilitationspädagogik

Franckeplatz 1, Haus 3
Raum: 201 (Haus 31)

06110 Halle (Saale)

Telefon: 0345 55-23769

Studyphone Banner

StudyPhone – bei E-Mail Info!

Studienbotschafter, d. h. Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beraten Studieninteressierte, Bewerber, Eltern und Lehrer zu allen Fragen rund um das Studium an der Uni Halle sowie zum Leben in der Händelstadt Halle (Saale).

Das StudyPhone befindet sich bis Ende März 2019 in der Winterpause.

Anfragen werden während der Winterpause per E-Mail unter studyphone@uni-halle.de beantwortet.

Das StudyPhone ist ein Service im Rahmen der Kampagne "ich will wissen!".

Infos frei Haus!

Es gibt immer wieder Neuigkeiten in Halle: zu den Studiengängen, zur Uni und zur Stadt.

Unsere Studienbotschafter – Studentinnen und Studenten verschiedener Fachrichtungen – informieren zu diesen Themen auf ihrer Webseite www.ich-will-wissen.de.

Wenn Sie hier Ihre E-Mail-Adresse eintragen stimmen Sie zu, Infomails zu allen Fragen rund um das Studium an der Uni Halle zu erhalten.

Bitte füllen Sie alle Felder aus, wenn Sie sich auf ich-will-wissen.de registrieren möchten.

Auf ich-will-wissen.de registrieren